Sie sind hier: Geschichte - Jüdische Geschichte
Direkt zum Inhalt [Alt + 2]        Kontakt [Alt + 8] - Impressum [Alt + 9]

Markt Floss

Das Tor zum Oberpfälzer Wald

Service-Links

 
 

Sitemap:


Suche auf der Webseite:

Geben Sie Ihren Suchbegriff in das Textfeld ein und klicken auf "Suche starten"
 
  Suche starten

 

Inhalt des gewählten Menüpunkts:

Restaurierungsarbeiten

Erste Wiederherstellung der Synagoge 1973 - 1980
 
Synagoge in Floß, erbaut 1815/17
Synagoge in Floß, erbaut 1815/17
 
Anfang der 70er Jahre glich das Bauwerk einer Ruine. Es herrschte teilweise Einsturzgefahr. Vor allem die Bedachung drohte einzustürzen, ebenso die Umfassungsmauern. Am 7. Januar 1971 beschlossen das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, der Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, der Landrat von Neustadt a.d. Waldnaab sowie der Markt Floß gemeinsam, die Synagoge zu restaurieren. Der Markt Floß übernahm die treuhändlerische Abwicklung der Baumaßnahmen für eine notwendige Außen- und Innenrestaurierung.
 
Nach einer nahezu achtjährigen Bauzeit, wobei die Finanzierung letztlich doch immer wieder schwierig war, konnte diese Kultstätte im Markt dem Eigentümer von Grund, Boden und Gebäude, dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Sitz München, in einer feierlichen Stunde am 9. November 1980, 42 Jahre nach der Schreckensnacht, wieder übergeben werden.
 
Sanierung der Synagoge 2000 - 2005
 
In den Jahren 1973 - 76 wurden im Rahmen der ersten Renovierung insbesondere die Schäden der Zerstörungen der Reichsprognomnacht vom 9. November 1938 soweit wie möglich behoben. Ende der 90er Jahre war aber eine grundlegende Sanierung der Bausubstanz nicht mehr aufschiebbar. Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern beauftragte im Frühjahr 2000 die Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes zur Instandsetzung des Gebäudes.
 
Ergebnis der Voruntersuchungen war ein Maßnahmenkatalog mit zwei Ausführungsabschnitten. Der erste Abschnitt beinhaltete die Sanierung der Sockelzone. Maßnahmen gegen die im Mauerwerk aufsteigende Feuchtigkeit und die durch die zum Teil nicht frostsichere Gründung der Fundamente hervorgerufenen Setzungsrisse in den Außenwänden wurden in den Jahren 2000 bis 2001, finanziert aus Mitteln des Landesverbandes, durchgeführt.
 
Für den zweiten Sanierungsabschnitt konnte am 20. November 2003 im Flosser Rathaus von den beteiligten Förderstellen grünes Licht für das vorgelegte Förderkonzept gegeben werden. Neben dem Landesamt für Denkmalpflege, das über den Entschädigungsfond den Großteil der Finanzierung trägt, wird das Vorhaben vom Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden, der Landesstiftung, der Regierung der Oberpfalz und dem Markt Floß (Städtebauförderung), dem Bezirk Oberpfalz und dem Landkreis Neustadt finanziell gefördert. Die Gesamtsumme belief sich auf rund 490.000 Euro.
 
Im Januar 2004 wurde das Architekturbüro Robert Würschinger, Weiden i. d. Opf., mit der Planung der zweiten Sanierungsphase beauftragt. Diese beinhaltet die Sanierung des kompletten Dachstuhls mit dem Muldengewölbe, der Mauerkrone und der Tragwände, der Raumschalen sowie der Fassaden einschl. Erneuerung der Fenster.
 
Fensteraufnahme
Fensteraufnahme
 
Nach dem Rückbau der Dacheindeckung und Freilegung des Dachfußes war das vorab vom Tragwerksplaner, Herrn Dr. Heinrich Schroeter festgestellte Schadensbild am historischen Dachstuhl im vollen Umfang erkennbar. Besonders stark betroffen waren die Ost- und Nordseite des Dachgerüstes. Sämtliche verfaulten Deckenbalkenaufleger und Sparrenköpfe wurden in denkmalgerechter Form erneuert. Die vollständig verfaulte Mauerlatte wurde durch einen das Gebäude wie einen Fassreifen stabilisierenden Ringanker ersetzt.
 
Das bogenförmige, die Dachfläche überragende Südportal drohte nach außen zu kippen. Die nicht ausgesteifte Wandscheibe musste zunächst zum Gebäude hin rückverankert werden, bevor hier die Sanierungsarbeiten begonnen werden konnten. Die Ausführung des blauen Sternenhimmels über dem Innenraum und die Farbgestaltung der Fassade orientieren sich an historischen Befunden. Ein besonderes Augenmerk galt den farbigen Kunstverglasungen im Erdgeschoss. Diese aus der Renovierung der 70er Jahre stammenden und in Israel gefertigten Gläser konnten nach sorgfältiger Detailplanung unverändert in die neuen Fensterkonstruktionen übernommen werden. Mit großem Einfühlungsvermögen wurden schließlich die hölzernen Elemente des Innenraums wie Säulen, Brüstungsfelder und Gesimse der Empore in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege farblich neu gefasst.
 
Innenaufnahme
Innenaufnahme


Zurück zur vorherigen Seite Zurück
 

Weitere Kurzlinks:

 

Druck-Informationen
Diese Seite ist ein Ausdruck der Internetseite des Markt Floss - Stand: Freitag, 21. Juli 2017 um 22:42 Uhr
Besuchte Seite: Geschichte - Jüdische Geschichte   (http://floss.de/default.asp??SID=MEN19MEM8)

Kontaktinformationen

Markt Floss
Rathausplatz 3
D-92685 Floss
Telefon : +49 (9603) 92 11 - 0
Telefax : +49 (9603) 92 11 - 50 / 17
Kontakt : poststelle[AT]floss.de (Hinweis: [AT] durch @ ersetzen)
Internet : http://www.floss.de